Es geht

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Der Rasen von Wimbledon, er liegt den deutschen Damen – vor allem der so glücklichen Halbfinalistin Tatjana Maria. Mit ihrem unangenehmen, aber präzisen Slice-Spiel hatte sie bereits in den Runden zuvor die Top-Spielerinnen der Welt zur Verzweiflung gebracht – und am Dienstag den Court Nr.1 zum Kochen. Zwei deutsche Spielerinnen, die sich in einem Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers einen spektakulären Fight liefern und dabei vom britischen Publikum furios gefeiert werden – wann hat es das zuletzt gegeben?

Das zweite, wichtige Signal

Dass nun ausgerechnet Tatjana Maria die strahlende Gewinnerin ist, ist das zweite wichtige Signal. Und zwar an alle Profisportlerinnen, die sich während ihrer Karriere dazu entscheiden, eine Familie zu gründen. Maria zeigt: Mutter werden und erfolgreich auf die Tennis-Tour zurückkommen – es geht.

Die 34-jährige Oberschwäbin Maria gebar erst vor 15 Monaten ihr zweites Kind – und feiert nun im Herbst ihrer Karriere den größten Erfolg. Ausgang offen.

Neben den etlichen Comebacks auf dem Platz in London (vier von fünf Matches gingen in diesem Jahr über drei Sätze) gelang ihr eine bewundernswerte Rückkehr ins Profi-Tennis. Maria verdient die größte Anerkennung überhaupt. Sie ist schon jetzt eine Gewinnerin.

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