Greenpeace warnt vor Risiken bei F35-Kampfflugzeugen

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Laut US-Rechnungshof habe die F-35 zuletzt 826 Mängel gehabt, davon vier kritische Mängel, schreibt Greenpeace. Welche Teile genau wie schwer betroffen seien, sei nicht öffentlich bekannt. Laut zuständiger US-Prüfbehörde seien im Jahr 2021 jedoch neue Mängel in den Bereichen Waffen, Sensorfusion, Kommunikation und Navigation, Cybersicherheit sowie Zielerfassung festgestellt worden. Ein großer Teil der Schwierigkeiten lasse sich auf Probleme bei der Softwareentwicklung zurückführen. Die Kostenabschätzung für die angekündigte deutsche Beschaffung der F-35A sei mit vielen Unwägbarkeiten verbunden.

„Der Kauf der F-35 wäre eine gravierende Fehlinvestition“, sagt Christoph von Lieven, Greenpeace-Experte für Frieden und Abrüstung. „Das Vorhaben zeigt exemplarisch, dass die hektisch getroffenen Entscheidungen nach Beginn des Ukrainekrieges und der Fokus allein aufs Militärische nicht wirklich zu mehr Sicherheit führen.“

F-35-Tarnkappenjets sollen veraltete Tornados ersetzen

Die Bundesregierung hatte im März erklärt, die Luftwaffe mit F-35-Tarnkappenjets ausrüsten zu wollen. Die Maschinen des Herstellers Lockheed Martin sollen als Nachfolgemodell der vor mehr als 40 Jahren eingeführten Tornado-Flotte beschafft werden.

Die F-35 gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt. Wegen einer speziellen Biçim und Außenbeschichtung ist die Maschine für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken. Sie wird auch für die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands gekauft – ein Abschreckungskonzept der Nato, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atombomben haben. In Büchel in der Eifel sollen 20 thermonukleare B61-Gravitationsbomben der US-Streitkräfte lagern, die bisher unter deutsche Tornados geklinkt werden können.

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