Lademeister im Designeroutfit

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Spätestens nach Betätigen des Startknopfs verwandelt sich die bis in die Region der Mittelkonsole ragende schwarze Scheibe in eine bunte Infotainment-Zentrale, auf der Fahrer und auch Beifahrer alle Informationen abrufen können, die man so braucht. Mit der Menüführung muss man sich erst anfreunden, nach ein paar Griffen hat man die Kontrolle über die wichtigsten Funktionen wie Fahrerassistenz und Navigation und kann die Oberfläche des mitgeführten Smartphones über Apple CarPlay oder Android Auto ins Fahrzeug bringen.

Das bringt er mit

Voluminös: Bis zu 1.634 Liter beträgt das Kofferraumvolumen. Zum Vergleich: Beim Golf Variant sind es 1.620 Liter, beim Ford Focus Turnier 1.590 Liter.
Voluminös: Bis zu 1.634 Liter beträgt das Kofferraumvolumen. Zum Vergleich: Beim Golf Variant sind es 1.620 Liter, beim Ford Focus Turnier 1.590 Liter. (Quelle: Opel)

Viel Platz. Der Sportstourer ist ein Lademeister mit ansehnlichen 1.634 Litern Gepäckraumvolumen, der Hybrid fasst “nur” bis zu 1.553 Liter. Hinzu kommen jede Menge Hightech-Features, zu denen sogar voll adaptive LED-Scheinwerfer zählen, die allerdings ausstattungslinienabhängig sind und nicht als Extra geordert werden können. Auch dabei sind Dinge wie ein Head-up-Display, Rundumkamera sowie Verkehrsschilderkennung und eine Sprachsteuerung, die freies Sprechen akzeptiert. Überhaupt nicht selbstverständlich in dieser Klasse dagegen ist die große Auswahl verschiedener Sitzausführungen, in der Luxusvariante auch mit Massagefunktion für die Passagiere vorn – allerdings verbunden mit mindestens 1.310 Euro Extrakosten.

So fährt er

Der Astra Sportstourer bietet eine bunte Antriebsvielfalt. Für den ersten Kontakt mit dem kompakten Kombi hat Opel bis auf die im nächsten Jahr folgende Elektrovariante fast alle Motorisierungen mitgebracht.

  • So geht es mit dem 130 PS-Benziner los (erhältlich ist auch eine Variante mit 110 PS), der sowohl mit Automatik wie auch als Schalter zur Verfügung steht. Ganz im Sinne des Downsizing-Gedankens werkelt er als aufgeladene Dreizylinder-Ausführung mit schmalen 1,2 Litern Hubraum. Nicht, dass der kleine Motor laut würde, aber er verrät sich über sein für die Zylinderzahl charakteristisches Sirren. Ob per geschmeidigem Achtgang-Wandler oder leichtgängig schaltbarer Sechsgang-Box – das Kraftpaket (230 Newtonmeter schon ab niedrigen 1.750 Touren) zieht den 1,4-Tonner hinreichend wuchtig.
  • Gleiches gilt für den ebenfalls 130 PS starken Diesel, für den die Preisliste auch Automatik wie Schaltgetriebe vorsieht. Man kann darüber streiten, ob der heute mit aufwendiger Abgasreinigung ausstaffierte Diesel angesichts immer stärker aufkommender Elektromobilität überhaupt noch sinnvoll ist – auch in puncto Betriebskosten. Aber insbesondere Langstreckennutzer werden sich freuen. Denn tausend Kilometer am Stück abspulen funktioniert auch anno 2022 eben nur mit dem Selbstzünder.
  • Als launiger Antrieb dagegen entpuppt sich im Zuge dieser Testreihe eindeutig der Plug-in-Hybrid. Der Doppelmotor mit 130 PS (ebenso erhältlich: 225 PS) marschiert hurtig voran, erreicht nach 7,7 Sekunden Landstraßentempo und verliert auch weit darüber hinaus nicht nennenswert an Puste. Dank rund zwölf kWh Batteriekapazität ist der Plug-in gut für 60 Kilometer rein elektrische Fahrt gemittelt und kommt sogar 72 Kilometer ohne Einsatz des Benziners durch den Stadtverkehr.

Die kombinierten WLTP-Verbräuche der Ottovarianten pendeln sich bei knapp unter sechs Litern ein, während der Diesel gemittelt nur rund viereinhalb Liter je 100 Kilometer zu sich nimmt.

Das kostet er

Den Opel Astra Sportstourer gibt es ab 27.750 Euro als Benziner, als Diesel ab 32.150 Euro und als Plug-in-Hybrid zu 39.750 Euro. Erste Exemplare werden im Herbst ausgeliefert.

Die Konkurrenz

Seit Beginn der 90er liefert sich der Astra ein Duell mit dem Kassenschlager VW Golf. Den gibt es in der aktuellen Generation auch wieder als Variant zu Preisen ab 29.900 Euro mit 110 PS. Ab 23.650 Euro kostet der Ford Focus Turnier, der ebenso wie der Kia Ceed SW frisch modernisiert wurde. Der Kia kostet ab 21.190 Euro mit 100-PS-Benziner. Weitere kompakte Kombis (Auswahl): Seat Leon Sportstourer, Hyundai i30 Kombi, Honda Civic Tourer, Toyota Corolla TS, Peugeot 308 SW, Renault Megane Grandtour.

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