Macron und der Ukrainekrieg : Putin ist ein Lügner, und wir müssen cleverer sein

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Inzwischen glaubt er eine dem anderen kein Wort mehr, oder doch? Wladimir Putin und Emmanuel Macron, hier aufgenommen im Dezember 2019 in Paris.

Bild: Imago

Ein Film auf France 2 zeigt, was Emmanuel Macron tat, als Russland die Ukraine angriff. Frankreichs Präsident lässt Einblicke zu wie noch nie. Wir sehen, wie er mit Putin telefoniert. Die Offenheit soll dessen Propaganda durchkreuzen. Doch wer führt hier die Regie?

„Allo?“ Emmanuel Macron wird ins Bundeskanzleramt nach Berlin geschaltet, aber für einige Minuten bleibt die Leitung stumm. „Da steht uns wirklich großer Ärger ins Haus, wenn selbst die Deutschen nicht mehr pünktlich sind“, scherzt der französische Präsident. Seine Berater lachen, dann ist Olaf Scholz’ Stimme im Salon jaune zu vernehmen: „Bonjour Emmanuel!“ „Nothing new“, „nicht Neues“ erzählt Scholz, ohne Übersetzung und auf Englisch, Macron von seinem jüngsten Gespräch mit Wladimir Putin. Die Neutralität der Ukraine habe er gefordert und auch die „Denazifizierung“, sagt Scholz, aber „die Frage“ habe er nicht erwähnt.

Putins Drohung mit dem Atomschlag

Gemeint ist offensichtlich Putins Atomwaffen-Drohung, die zum Zeitpunkt des Gesprächs, am 4. März 2022, die westlichen Hauptstädte beschäftigt. Das höre sich ganz so an wie in seinem jüngsten Telefonat mit Putin, erwidert Macron: „Ich bin ziemlich pessimistisch.“ „Putin radikalisiert sich zusehends.“

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