So befestigen Sie einen Kindersitz richtig

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Kindersitz richtig montieren

Bevor Sie den Kindersitz montieren, sollten Sie die Gebrauchsanleitung genau gelesen und Schritt für Schritt umsetzen. Bei Zweisitzern können Sie den Beifahrersitz zur Befestigung nutzen. Die Rückbank eignet sich aber am besten für die Befestigung. Auf der Rückbank sollten Sie den Sitz möglichst in der Mitte oder rechts anbringen, sodass das Kind immer auf der Seite des Gehweges aussteigen kann. Eine Kindersicherung schützt zusätzlich vor dem Herausfallen.n Wichtig ist laut ADAC, dass der Gurt entlang des Sitzes so verläuft, wie es der Hersteller vorschreibt. Dazu sollte er möglichst straff gezogen werden.

Ein Kindersitz sollte weder zu groß noch zu klein und an das Gewicht des Kindes angepasst sein. Darüber hinaus sollte ein Sitz nach maximal sechs Jahren gegen einen neuen ausgetauscht werden. Achten Sie darauf, dass das Kind keine dicke Kleidung trägt, damit der Gurt optimal am Körper anliegt. Sollte sich die Befestigung während der Fahrt einmal lösen, halten Sie sofort an. Bringen Sie einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz an, dürfen Sie diesen nicht rückwärts montieren, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sich der Beifahrerairbag ausschalten lässt. Ansonsten gilt: Deaktivieren Sie den Beifahrer-Airbag, bevor Sie losfahren.

Kindersitz mit Isofix sicher anbringen

Eines der bekanntesten Systeme zur Kindersitzmontage ist das Isofix-System. Viele neue Autos sind mit genormten Isofix-Ösen ausgestattet, die direkt an der Karosserie des Wagens befestigt sind. Dort können die passenden Isofix-Kindersitze einfach und sicher angebracht werden. Die Isofix-Kindersitze haben an der Unterseite stabile Haken, sogenannte Rastarme, die zu den Bügeln im Auto passen. Dadurch ist der Kindersitz direkt mit dem Auto verbunden. Mit dem Isofix-System kann verhindert werden, dass ein Kindersitz falsch angegurtet wird. Außerdem ist der Kindersitz auch ohne Passagier sicher im Auto befestigt.

Die Isofix-Haken finden Sie zwischen Sitzbank und der Rückenlehne Ihres Autos, meistens an den beiden äußeren Sitzplätzen. Ein Isofix-Sitz kann auch angegurtet werden, sinnvoll ist das aber kaum. Der Vorteil der einfacheren Montage ginge dabei verloren, erklärt “Stiftung Warentest”. Außerdem sei die Unfallsicherheit so meist schlechter als mit Isofix.

Wichtig bei Isofix-Sitzen
Wenn der Sitz eine Universalzulassung hat (das erkennen Sie am Prüfsiegel), braucht er zusätzlich zu den zwei Bügeln einen dritten Befestigungspunkt: Ein Top-Tether (ein zusätzlicher Haltegurt, der weiter hinten fixiert wird) oder ein Stützfuß, der auf dem Fahrzeugboden montiert wird, sorgt dafür, dass der Kindersitz nicht übermäßig weit nach vorn gedreht werden kann.

Möglich ist es auch, einen Kindersitz mit einer Basis per Isofix anzubringen: Die Basis wird auf den Sitz gestellt und per Isofix installiert, darauf lassen sich verschiedenste Sitze befestigen – von der Babyschale bis zum Sitz für ältere Kinder. Dies ist in Kombination mit einem Kinderwagen besonders praktisch: Sitz vom Kinderwagen heben, in die Schale einrasten, losfahren.

Darauf sollten Sie besonders achten

  • Bei Babyschalen: Erst den Gurt über das Beinende legen, dann den Diagonalgurt um das Kopfteil. Wichtig: Die Gurte müssen unbedingt in den Führungen (in der Regel blau oder grün markiert) verlaufen.
  • Bei integralen Sitzen: Der Hosenträgergurt muss beim Anschnallen am Zentralgurt straff gezogen werden, heißt es vom ADAC. Der Beckengurt sollte möglichst unter die Jacke des Kindes gelegt werden.
  • Nicht integrale Sitze: Auch hier sollten Sie darauf achten, dass die Gurte richtig geführt werden und dass die Rückenlehne passend eingestellt ist: Bei korrekter Einstellung wird der Kopf seitlich gut abgestützt, der Diagonalgurt liegt mittig auf der Schulter des Kindes.
  • Bezüglich der Kopfstütze des Autos empfiehlt der ADAC: Sie sollte nicht grundsätzlich ausgebaut werden – auch wenn es in den Bedienungsanleitungen empfohlen wird. Es kommt auf die Größe und das Gewicht des Kindes, des Kindersitzes, die Länge der Sitzlehne des Autos und die einzelne Kopfstütze an. Wichtig ist, dass der Nackenbereich gut gestützt wird.
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